Schumann-Hof, Danzig Klein Walddorf


Das Gutshof-Ensemble, das im Jahr 1802 in der Nähe der Mottlau im Danziger Stadtteil Walddorf erbaut wurde, ist ein klassisches Beispiel eines ländlichen Herrenhauses aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert. Sowohl der Erbauer als auch der Eigentümer dieses Anwesens sind bis heute unbekannt. Auf Grundlage meiner Nachforschungen kann ich mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen, dass der Herr des Hofes Jakob Ernst Schumann war aus einer sehr bekannten, einflussreichen und wohlhabenden Familie der Danziger Patrizier. Die Bedeutung dieser Familie zeigt sich daran, dass zwischen 1650 und 1860 Mitglieder der Familie Schumann zweimal das Amt des Präsidenten, dreimal das des Bürgermeisters, siebenmal das des Rates, viermal das des Schöffen und zweimal das des Stadtschreibers bekleideten. Michael Gabriel Schumann war das letzte Mitglied seiner Generation, das im Jahr 1810 im Schumann-Haus wohnte. Alle Taufregister, Heiratsurkunden und Sterbeurkunden der Familie Schumann befinden sich im Archiv der Marienkirche in Danzig.



Jakob Ernst Schumann, geboren am 25.07.1749 in Danzig, stammte aus der Patrizierfamilie von Samuel Ernst Schumann. Jakob Ernst besuchte das Akademische Gymnasium Danzig und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Göttingen. Nach seinem Studium kehrte er nach Danzig zurück und wurde städtischer Beamter. Im Jahr 1776 bekleidete er das Amt des Stadtsekretärs (Stadtsekretär). Am 19.02.1782 heiratete er Renate Agate von Groddeck, die Tochter des Danziger Bürgermeisters Michael von Groddeck. Aus dieser Ehe gingen elf Kinder hervor:

29.07.1783 05.01.1789 Anna Renata Schumann
28.01.1785 15.08.1811 Luise Agathe Schumann
30.03.1786 28.01.1788 Auguste Caroline Schumann
16.10.1787 20.11.1828 Gabriel Ernst Schumann
27.01.1789 04.06.1871 Henriette Wilhelmine Schumann
09.06.1791 14.08.1806 Carl Michael Schumann
28.05.1793 03.02.1851 Ludwig Wilhelm Schumann
11.04.1795 24.12.1876 Samuel Friedrich Schumann
27.08.1805 30.03.1885 Johanne Renate Schumann
27.10.1807 06.05.1814 Caroline Emilie Schumann
08.09.1808 09.10.1809 Carl Schumann




Hier sind die Hinweise, die darauf hindeuten, dass der Gutsherr in Klein Walddorf bei der Motllau Ernst Jakob Schumann war.
In der Taufurkunde von Heinrich Schumann, dem Enkel von Samuel Gabriel Schumann, dem jüngeren Bruder von Jakob Ernst Schumann, steht geschrieben: Geboren am 8.12.1805, getauft in Danzig in der St.-Marien-Kirche am 22.01.1806. Taufpate: Jakob Ernst Schumann (Gutsbesitzer), Grundbesitzer in Klein Walddorf.
Wir haben also eine Bestätigung, dass Jakob Ernst Schumann ein Grundbesitzer in Walddorf war.
Eine weitere Information, die meine Vermutung bestätigt, ist ein Satz aus dem Buch von Hugo Bertman mit dem Titel "Die Entwicklung des Deich- und Entwässerungswesens" aus dem Jahr 1907.



Im Jahr 1865 wurde anstelle einer Windpumpstation eine Dampfpumpstation mit einer Dampfmaschine errichtet, die sich auf der Klein Walddorf an der Motllau auf dem Gutshof befand, der zuvor dem Bürgermeister von Danzig, Schumann, gehörte. Ein zusätzlicher Beleg dafür, dass Jakob Ernst Schumann einen Besitz auf der Walddorf hatte, ist die Anmerkung zu seinem Todesdatum und -ort: 4.05.1823 Danzig Klein Walddorf. Interessant erscheint auch der in die Stallmauer eingearbeitete Buchstabe S. Die Schlussfolgerungen aus den obigen Informationen erlauben festzustellen, dass der heutige Name Dwór Olszyński keine historische Rechtfertigung hat. Schumann-Hof wäre eine treffendere Bezeichnung, die sowohl einen Teil der Familientradition als auch einen Hauch der Vergangenheit dieses Denkmals an der Motllau widerspiegelt.


Ein sehr interessanter Ort des Schumann-Hof sind seine Keller. Dank der Freundlichkeit des Gutsherrn Pastor Marian Biernacki konnte ich die Keller besichtigen und einige Fotos machen. Meiner Ansicht nach wurden die Keller des Schumann-Hof bisher nicht präsentiert.



Ich habe den Schumann-Hof mehrfach besucht, hatte jedoch nie die Gelegenheit, den Dachboden des Gutshofs zu sehen. Daher nutze ich Fotos von der Webseite http://bezdrozapomorza.blogspot.de/2013/09/dwor-w-gdansku-olszynce.htmlhttp://bezdrozapomorza.blogspot.de/2013/09/dwor-w-gdansku-olszynce.html Być może przy okazji następnej wizyta będzie to możliwe.



Zabytkowa weranda.
Ein äußerst interessantes Element des Schumann-Hofes ist die Holzveranda mit dekorativen Buntglasfenstern und farbigem Glas, die sich auf der Südseite des Hofes befindet. Es gibt bereits einen Plan zur Sicherung, Wiederherstellung und Rekonstruktion der historischen Veranda.


Charakteristische Elemente des Interieurs des Schumann-Hofes"

Miro